Dieser Beitrag ist über thailändische Frauen und birgt einige Überraschungen. Frauen sind ein ewiges Thema, das bereits die Götter auf dem Olymp stundenlang diskutierten. Hätte es damals bereits Bangkok gegeben, die Sin City von Südostasien, wie wir alle wissen, wäre dieser heilige Berg verweist oder auch nicht.  

Liebe Leserinnen, Sie brauchen jetzt nicht wegklicken, der Artikel handelt von Werten. Die Herren finden Einschlägiges in anderen Beiträgen. Und wenn die Herren jetzt gleich in die Kategorie „Nachtleben“ wechseln wollen, lasse wir sie, denn nichts geht über die Sammlung von eigenen Erfahrungen. Was in Thailand bedeutet, emotional und pekuniär kostspielige Erfahrungen.

Thailändische Frauen sind wie eine algebraische Gleichung

Thailändische Frauen sind wie eine algebraische Gleichung: das was hinter der Klammer berechnet werden kann, hängt davon ab, welcher Wert vor der Klammer steht. Und wir werden uns jetzt ausschließlich mit den Werten vor der Klammer befassen. Das Stichwort ist bereits gefallen „Werte“. Und was haben damit thailändische Frauen zu tun? Sehr viel. Thailand ist wie die meisten asiatischen Länder ein höchst konservatives Land.

Die thailändische Gesellschaft ist konservativ und familiengeprägt

Was heißt das konkret? Das wissen wir, haben doch alle Teile des Paten verfolgt. Ja, so ähnlich verhält es sich. Zunächst kommen die Eltern, dann die Familie, gefolgt von den Freunden, und zuletzt rangiert der Ehepartner. Wie muss sich der westliche Ehemann einer Thailänderin fühlen, wenn er merkt, dass er statt in der 1. Liga nur in der Regionalliga spielt. Das ist der erste Wert.

Figur vor Tempel„Aber wir wollen doch nicht gleich heiraten, nur ein wenig Spaß haben, das genügt.“ Verstehe ich. Essen, Trinken und ein wenig Sex. Gut, Sex. Die thailändische Gesellschaft tabuisiert alle sexuellen Themen. Thailändische Männer wünschen sich eine Jungfrau als Freundin und Ehefrau. In ländlichen Provinzen ist Jungfräulichkeit ein hohes gesellschaftliches Gut, und sogar bei vielen Mädchen der Bangkoker Mittelschicht verbreitet. Das Land durchlief keine sexuelle Revolution wie in Europa. Der zweite Wert, gemeinsam fast allen thailändischen Frauen, ist die Tabuisierung des Sexuellen, das nur als Teil einer Ehe oder einer festen Beziehung akzeptiert wird.

Die thailändische Gesellschaft tabuisiert alles Sexuelle

Der unerfahrene Farang staunt nicht schlecht, wenn die neue sexy Freundin, eingewickelt in sein weißes Handtuch, die Bettdecke bis zum Kinn gezerrt, mit aufgerissenen Augen steif darauf wartet, was nun geschehen mag.

„Halt, halt, erst gestern lief ich durch die Soi Cowboy.“ Langsam, langsam, bitte etwas Geduld. An anderer Stelle sprachen wir bereits über Klischees, Vorurteile und Projektionen. Dieser Beitrag befasst sich nicht nur mit den Damen aus der Soi Cowboy.

Thailändische Beziehungen beruhen allein auf dem Care-Prinzip

Kommen wir zu dem dritten Wert, der das Zusammenleben von Mann und Frau oder eine Beziehung grundlegend prägt. Thailändische Beziehungen, wie auch die meisten asiatischen, beruhen nicht auf einem irrationalen Gefühl der geistigen Liebes-Verbundenheit, sondern auf dem reinen materiellen „Care-Prinzip“. Dieser Wert aus dem Englischen „to care“, unvollkommen ins Deutsche übersetzt, bedeutet „zu sorgen“. Bitte nicht mit unserem neuen Bundespräsidenten verwechseln, der sorgt sich natürlich auch, und das um die ganze Welt. Er hat die Besorgnis unseres ganzen Landes verinnerlicht. Das „sorgen“ ist hier anders gemeint, so wie bei uns im 19. Jahrhundert. Der Mann versorgt die Frau und meist auch deren Familie, und das materiell. Mädchen mit HutDie Frau versorgt den Mann mit ihrer Schönheit und, politisch inkorrekt, mit ihrer Dienstleistung im Haushalt und natürlich, wenn es schon sein muss, auch im Bett. Das letztere muss nicht immer sein. Diese Aufgabe übernimmt für den Mann nicht selten eine oder mehrere Zweitfrauen, Mia noi, oder die Damen in den Bordellen, und das seit seiner zartesten Jugend. Wenn also die neue thailändische Freundin von Ihnen „true Love“ einfordert, meint Sie nicht „wahre Liebe“ , also einen emotional-verbalen Liebesbeweis. Ihre Freundin fordern nichts geringeres, als dass Sie endlich die Versorgungsrolle übernehmen sollen. Böse westliche Zungen bitte keine Vergleiche an dieser Stelle anstellen.

Feste gesellschaftliche Werte bestimmen das Verhalten von thailändischen Frauen

Halten wir zunächst das Zwischenergebnis fest: die thailändische Gesellschaft ist familiengeprägt, tabuisiert den Sex, der Mann versorgt materiell die Frau und meist auch ihre Familie. „Ha, ha, das beschreibt doch BILD ganz anders und auch die anderen Magazine zeigen doch immer Bilder von jungen heißen Mäusen, wie sie an der Schulter alter, kahlköpfiger Touristen hängen.“ Doch es passt. Es ist nur die Optik, die nicht passt, verzerrt durch unsere Vorurteile und Klischees. Jetzt blicken wie kurz hinter die Kulissen des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau.

bürgerliches ThaimädchenWenden wir uns zunächst den bürgerlichen Mädchen zu. In der Stadt haben sie meistens eine gute Ausbildung und sind sehr oft mit 25 noch Jungfrau. Bitte, jetzt unbedingt die Tochter an den Computer holen. Ihre Eltern haben ihnen eingebläut: zunächst die Ausbildung und Uni beenden, dann einen Beruf zu ergreifen und schließlich einen Ehemann, am besten einen aus einer höheren Schicht, heiraten. Die Töchter folgen fast ausnahmslos. Jetzt das Töchterlein wieder wegschicken. Das letztere gelingt nur selten. Junge Herren heiraten kaum ein Mädchen aus einer niedrigeren bürgerlichen Schicht. So etwas würde die Familie des jungen Herrn niemals akzeptieren.

Zurück zu den jungen Männern. In manchen Parks können Sie beobachten, wie er schüchtern die Schulter der Freundin berührt, in der Großstadt im Geheimen auch mehr. Das sind eher die Ausnahmen. Eine offizielle Freundin zu haben, bedeutet, sie den Eltern als künftige Ehefrau vorzustellen, beiden Seiten. Der abgehaltene Familienrat senkt dann meistens den Daumen; Gründe siehe oben. Und was macht der mit Hormonen vollgepumpte junge Mann? Natürlich, das Gleiche, was er im 19. Jahrhundert auch bei uns getan hat. Er geht ins Bordell, und diese Angewohnheit behält er sein ganzes Leben bei.

Viele Farmgirls suchen ihr Glück in der Großstadt

Ein Mädchen vom LandSo, jetzt machen wir einen Ausflug auf das Land zu den Reisfarmern. Auch die haben bäuerliche Töchter, und was für welche, hübsch, zierlich schlang, anders als viele der mit Junkfood gemästeten Stadtmädchen. Das fällt natürlich auch den Knaben im Dorf auf, und schwups das Mädchen ist mit 16 schwanger. Abreibung ist in Thailand verboten, die Pille kaum erhältlich. Die Schule, wenn nicht nach sechs Klassen bereits beendet, brechen die Mädchen ab; der jugendliche Vater verzieht unbekannt. Das Kind versorgt die Familie. Die schmachvolle Tochter arbeitet hart auf dem Reisfeld, genauso wie die Mädchen an denen der Kelch des Balgs vorbeigegangen ist. Und dann kommt die Freundin aus der Großstadt, zeigt die neue Handtasche. Ist das Mädchen hübsch, folgt sie der Freundin. Ist sie weniger hübsch, geht sie vielleicht auch und schuftet dann für einen Mindestlohn von 8.50 EUR pro Tag auf einer staubigen Baustelle oder bei etwas Glück für nur geringfügig mehr in einer Shopping-Mall oder in einem 7/11 Laden, 24 Stunden geöffnet. Folgen wir kurz dem hübschen Mädchen und der Handtaschenfreundin.

Mädchen im NachtlebenWo diese Mädchen ihr Geld verdienen, und das kann sehr viel Geld sein, mehr als ein Arzt im Krankenhaus verdient, ist nicht schwer zu erraten (Anmerkung: den überwiegenden Teil der Einnahmen schicken die Mädchen heim zu ihren Familien und Eltern). Und was fühlen diese Mädchen in einem konservativen Land wie Thailand? Moralisch korrekte Zeitgenossen bitte nicht weiterlesen, denn es ist, was eigentlich nicht sein darf. Diese Mädchen schämen sich zwar vor der eigenen Familie und den Nachbarn im Dorf, aber sie fühlen sich auch frei, selbständig und ihren verbliebenen Freundinnen im Dorf überlegen. Ja, es gibt auch schlimme Dinge, traurige Schicksale. Aber das Geld macht zunächst frei, und das Mädchen folgt eigentlich dem anerzogenen „Care-Prinzip“: der Mann sorgt für mich materiell, ich sorge für ihn sexuell, genauso wie in einer Beziehung. Statt einer Langzeitbeziehung ist es zwar nur eine Kurzzeitbeziehung, ein wesentlicher Unterschied besteht nicht.

Das mag der Grund sein, warum westliche Männer, wenn sie solchen Mädchen ihr Zimmer zeigen, nie das Gefühl haben mit einer Prostituierten zusammen zu sein. Und die Mädchen fühlen sich auch nicht wie eine Prostituierte, denn sie gehen im Nachtleben einem normalen Beruf nach: Bedienung, Barmädchen, Massage, Gogo-Tänzerin usw. „Schlimm, schlimm, eine typisch männliche Sicht hat dieser Steve, schreibt sich nur seine verkommene Welt schön.“

Gefallene Engel, broken Heart

So jetzt wieder zu den bürgerlichen Mädchen und den braven Landmädchen, den „good Ladies“, wie sie sich selbst bezeichnen. Dem Heirat-Versorgungsprinzip folgend, arbeiten sie hart daran, ihren anerzogenen Lebenstraum zu verwirklichen. Der junge Mann macht ihr schöne Augen, lädt sie schick zum Essen ein. Was folgt ist die natürliche Entwicklung wie seit hunderten von Jahren: Hotel; einmal, zweimal, dreimal und weg ist er. Gebrochenes Herz, broken heart, ein gefallener Engel. Das Mädchen schwört Rache: niemals mehr „free Sex“ ohne „to care“, jeder Mann, der künftig nur meine Hand berührt, muss zahlen, und sei es ein Beitrag zur Weiterbildung, für ein neues Kleid oder Schuhe. Von dieser „Rache“, es ist eigentlich keine Rache, sondern das Ergebnis einer realistischen Lebenserkenntnis: der Mann will Sex ohne Verantwortung und CARE, die thailändische Frau will versorgt sein.

Die westliche Vorstellung, eine Beziehung in Thailand „kostenlos“ zu führen, ist naiv

Bis das Geld uns scheidet

Von diesem weiblichen Realismus bleiben auch Farangs nicht verschont. Die westliche Vorstellung, in Thailand eine Beziehung (damit auch Sex) nach westlichen Maßstäben zu führen d.h. eine Freundin „kostenlos“ zu haben, ist naiv. Genauso wie die Aussage: „Ich habe noch nie für Sex bezahlt“. Ein männliches Exemplar, dem das in Thailand gelingt, vielleicht als eine Art Gigolo für Damen aus der obersten Gesellschaftsschicht, solle unter Artenschutz gestellt werden. Die Frage ist deshalb nicht, ob jedwelche monetäre Zuwendung im Zusammenhang mit einer Beziehung und Sex, ungeachtet auf deren Länge, pauschal in die Nähe von Prostitution gerückt werden kann. Vielmehr sollte jedes männliche Exemplar, ganz gleich, ob er die Nacht mit einem Bargirl oder seiner bürgerlichen Freundin verbracht hat, am nächsten Tag in den Spiegel schauen, ob er sein eigenes Gesicht erträgt: die Fratze eines gefühllosen männlichen Chauvinisten oder das Gesicht eines einfühlsamen Liebhabers, bei dem sich die Dame für die erotischen Freuden bedankt. Auf materielle Zuwendungen kommt es nicht an.

Westliche Maßstäbe in Bezug auf eine Beziehung und Sex lassen sich nicht auf Thailand übertragen

Ja, meine Herren, liebe Frischlinge in Thailand, das ist hart, ein Schlag für das Ego. Die gute, brave, bürgerliche Freundin verhält sich eigentlich so wie die Mädchen aus der Soi Cowboy und kommt Sie letztendlich viel teurer zu stehen. Nein, nein „my girl is different, she loves me“. Bitte diesen Satz nie laut sagen, er ist bereits geflügelt. Aber machen Sie Ihrer hübschen Freundin keine Vorwürfe, seien Sie nicht enttäuscht, Ihre Freundin verhält sich nur entsprechend ihrem eigenen Kulturkreis.

Jammern Sie in den Foren nicht über Barmädchen herum, die Sie nur ausnehmen wollen, obwohl Sie mit Ihren ritterlichen Gefühlen das Mädchen aus dem Nachtgewerbe erlösen wollen. Beauftragen Sie keine Detektive, die dem Mädchen hinterher schnüffeln, ob sie brav zu Hause sitzt und dankbar das von Ihnen monatlich überwiesene Geld sparsam verwaltet. Solche Erlöser werden in Bangkok spöttisch als Weiße Ritter bezeichnet.

Lamentieren Sie nicht über ihre bürgerliche Freundin, die mit Ihnen am liebsten durch elegante Shopping-Malls flaniert oder Sie um einen „Kredit“ für das Lasern ihre Augen bittet, weil eine Brille als unschick gilt. Sie kann ja nichts dafür, dass Beziehungen in Europa anders ablaufen (bitte keine ironischen Bemerkungen zu den Mädchen in Europa; aus korrekt-feministischer Sicht ist es dort eben anders, basta). Machen Sie es wie Ihre thailändischen Mitbewerber, verwöhnen Sie die Freundin mit teuren Geschenken, gehen Sie mit ihr in gute Restaurants, laden Sie hierzu auch ihre Freundinnen ein. Dann wird der Schatz das „Care-Prinzip“ auf Sie anwenden und Sie werden sich wie im siebenten Himmel fühlen oder auch nicht.

Vergessen Sie aber niemals, dass an Straßenküchen nur Farangs und ganz arme Thais speisen. Und vergessen Sie niemals das Prinzip, das in ganz Asien gilt: No money, no honey. Das Prinzip können Sie natürlich auch umdrehen: no honey, much money. Und versuchen Sie, was Frauen betrifft, niemals den mittleren buddhistischen Pfad zu beschreiten, denn auf der zwischenmenschlichen Ebene gilt in Thailand ausnahmsweise der logische Satz vom ausgeschlossen Dritten. Sollten Sie diesen Ratschlag nicht beherzigen, werden sie schnell zum Fool on the Hill, und das ist nur in Europa eine positive Figur.

Eine Warnung als Nachtrag: old Thailandhands kennen natürlich all die Geschichten über kranke Wasserbüffel oder verunfallte Mütter. Welcher Farang bringt es übers Herz, nachdem er mit seiner Herzdame einige „kostenlose“ Tage verbracht hat, einen monetären Zuschuss zu verweigern? Oder mit anderen Worten, die Rechnung kommt immer zum Schluss; ein ehernes Gesetz in Thailand mit einigen raren Ausnahmen.

4 Kommentare

  1. Ein nicht gerade sehr schmeichelhafter Bericht über die thailändischen Frauen. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen und Zwischentöne. Manche Beziehungen können durchaus auch nach westlichen Maßstäben gut ausfallen. Aber im großen ganzen dürfte das „Care-Prinzip“ auf die beschriebene Weise im realen Leben so funktionieren.

  2. Du schreibst meist sehr gute Beiträge (mit aus meiner Sicht kleinen Fehlern) aber meine Frage, hast Du noch nicht bemerkt, dass TH ein Matriachard ist, und dies seit einigen hundert Jahren, zwar auf eine, für uns Westler, komplizierte Art und Weise. (Im Clan ist die älteste Frau das Oberhaupt, wie auch bei den Chinesen)?

  3. ja, kulturgeschichtlich sicherlich richtig, aber in dem Beitrag ging es hauptsächlich um das praktische Alltagsverhalten, so wie es die Ausländer in Thailand kennen lernen.

  4. Thais haben leider das Problem mit der Sprache, Englisch wird ihnen kaum beigebracht. Hier sind andere Länder in Asien deutlich weiter. Kommunikation ist ohne Thailändisch also schwer.
    Der zweite Punkt ist, dass Thailand zu viele „fertige“ Farangs hat und die Frauen sehen Farangs meist als Sextouristen oder Walking ATMs. Ist in anderen Ländern ebenfalls besser.
    Thailand ist schön, aber für Frauen nicht ideal.

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