Das Thema „thailändische Frauen“ beherrscht alle Foren. Und schon sprudeln die Vorurteile, Klischees, Enttäuschungen und vieles mehr; manche haben ihre eigenen Erfahrungen, andere wieder eigene Fantasien oder Erwartungen. So verschieden und individuell die holden thailändischen Damen auch sein mögen, es besteht ein gemeinsamer Nenner: der kulturelle Unterschied in Form einer homogenen Wertegemeinschaft. Wer diese Werte nicht kennt oder begreift, dem kann es ergehen wie dem ignoranten Erich Honecker kurz vor dem Mauerfall: den bestraft das Leben.

Auf dieser Plattform haben wir uns den kulturellen Besonderheiten Thailands bereits öfters gewidmet: Buddhismus un Lebenskultur, dem Zusammenleben zwischen Farangs und Thais, die Gesichtswahrung und Sanuk, dem thailändischen Lebensprinzip. Und ganz wichtig: über das Denken der Thais und unsere westliche Brille.

Dieser Beitrag ist den thailändischen Damen gewidmet. Liebe Leserinnen, Sie brauchen jetzt nicht wegklicken, der Artikel handelt von Werten. Die Herren finden Einschlägiges in anderen Beiträgen. Und wenn die Herren jetzt gleich in die Kategorie „Nachtleben“ wechseln wollen, lasse wir sie, denn nichts geht über das Sammeln von eigenen Erfahrungen. Was in Thailand bedeutet, emotionale und pekuniär kostspielige Erfahrungen.

Thailändische Frauen sind wie eine algebraische Gleichung

Thailändische Frauen sind wie eine algebraische Gleichung. Das wissen wir, so ist es doch auf der ganzen Welt. Ja, das stimmt, aber in Thailand kommt noch etwas hinzu: die Klammer. Das was hinter der Klammer berechnet werden kann, hängt davon ab, welcher Wert vor der Klammer steht. Und wir werden uns jetzt überwiegend mit den Werten vor der Klammer befassen. Das Stichwort ist bereits gefallen „Werte“. Und was haben damit thailändische Frauen zu tun? Fangen wir an.

Die thailändische Gesellschaft ist konservativ und familiengeprägt

Thailand ist wie die meisten asiatischen Länder ein höchst konservatives Land. Was heißt das konkret? „Das kennen wir, haben doch alle Teile des Paten verfolgt“. Ja, so ähnlich verhält es sich. Die familiäre Wertordnung: zunächst kommen die Eltern (1. Ebene), dann die Familie (2. Ebene), gefolgt von den Freunden (3. Ebene) und zuletzt rangiert der Ehepartner (4. Ebene). Wie muss sich der westliche Ehemann einer Thailänderin fühlen, wenn er merkt, dass er statt in der 1. Liga nur in der Regionalliga spielt.

Family first, das ist der erste Wert

Figur vor Tempel„Aber wir wollen doch nicht gleich heiraten, nur ein wenig Spaß haben, das genügt.“ Verstehe ich. Essen, Trinken und ein wenig Sex. Gut, Sex. Die thailändische Gesellschaft tabuisiert alle sexuellen Themen. Thailändische Männer wünschen sich eine Jungfrau als Freundin und Ehefrau. In ländlichen Provinzen ist Jungfräulichkeit ein hohes gesellschaftliches Gut und sogar bei vielen Mädchen der Bangkoker Mittelschicht verbreitet. Das Land durchlief keine sexuelle Revolution wie in Europa. Das Sexuelle wird in der Gesellschaft nur als Teil einer Ehe oder einer festen Beziehung akzeptiert. Aber Achtung, das gilt nur für Frauen. Für thailändische Männer steht eine ganze Bandbreite von erotischen Vergnügungen zur Verfügung; Konservatismus hin oder her.

Tabuisierung des Sexuellen, das ist der zweite Wert

Der unerfahrene Farang staunt nicht schlecht, wenn die neue sexy Freundin, eingewickelt in sein weißes Handtuch, die Bettdecke bis zum Kinn gezerrt, mit aufgerissenen Augen steif darauf wartet, was nun geschehen mag. Und allenfalls ein Barmädchen duldet widerwillig beim Abschied in der Öffentlichkeit einen Kuss auf die Wange, und das bürgerliche Mädchen wird mit ihrem „faen“, Freund, niemals händchenhaltend durch die Gegend laufen.

Thailändische Beziehungen beruhen auf dem Care-Prinzip, das ist der dritte Wert

Thailändische Beziehungen, wie auch die meisten asiatischen, beruhen nur selten auf einem emotionalen Gefühl der geistigen Liebes-Verbundenheit, sondern auf dem materiellen „Care-Prinzip“. Dieser Wert aus dem Englischen „to care“, unvollkommen ins Deutsche übersetzt, bedeutet „für jemanden zu sorgen“.

Der Mann versorgt materiell die Frau und meist auch deren Familie. Übrigens, dieses Prinzip, ohne die Familie, bestand auch in unseren kalten Breiten bis in die 60ger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und was die Familie anbelangt, ist dies dem Umstand geschuldet, dass in Thailand ein soziales Netzt nur in Ansätzen besteht. Die Kinder müssen für ihre Eltern im Alter sorgen. Meine Herren, wenn Sie sich wieder einmal als wandelnder ATM fühlen, sollten sie diesen Aspekt bedenken.

Mädchen mit HutDie Frau versorgt den Mann mit ihrer Schönheit und, politisch inkorrekt, mit ihrer Dienstleistung im Haushalt und natürlich, wenn es schon sein muss, auch im Bett. Das letztere muss nicht immer sein. Diese Aufgabe übernimmt für den thailändischen Mann nicht selten eine oder mehrere Zweitfrauen, Mia noi, oder die Damen in den Bordellen; das letztere seit seiner zartesten Jugend.

Wenn also die neue thailändische Freundin von Ihnen „true Love“ einfordert, meint Sie nicht „wahre Liebe“, also einen emotional-verbalen Liebesbeweis. Ihre Freundin fordern nichts geringeres, als dass Sie endlich die Versorgungsrolle übernehmen sollen.

Gesellschaftliche Werte bestimmen das Verhalten von thailändischen Frauen

Halten wir zunächst das Zwischenergebnis fest: die thailändische Gesellschaft ist familiengeprägt, konservativ, tabuisiert den Sex, der Mann versorgt materiell die Frau und meist auch ihre Familie. „Ha, ha, das beschreiben doch BILD und RTL ganz anders, zeigen doch immer Bilder von jungen heißen Mäusen, wie sie an der Schulter alter, kahlköpfiger Touristen hängen.“ Doch es passt. Es ist nur die Optik, die nicht passt, verzerrt durch unsere Vorurteile und Klischees und insbesondere unsere westliche Brille. Außerdem sprechen wir hier nicht nur von den Damen aus der Soi Cowboy oder der Walkingstreet; zu ihnen kommen wir später.

Ein Blick auf einzelne Frauengruppen

Jetzt zu den einzelne Frauengruppen (und gesellschaftlichen Schichten) aus denen sich der Pool der thailändischen Frauen im Wesentlichen zusammensetzt.

Die bürgerlichen Mädchen

bürgerliches Thaimädchen Wenden wir uns zunächst den bürgerlichen Mädchen zu. In der Stadt haben sie meistens eine gute Ausbildung und sind oft mit 25 noch Jungfrau. Bitte, jetzt unbedingt die Tochter an den Computer holen. Ihre Eltern haben ihnen eingebläut: zunächst die Ausbildung und Uni beenden, dann einen Beruf ergreifen und schließlich einen Ehemann, am besten einen aus einer höheren Schicht, zu heiraten. Die Töchter folgen fast ausnahmslos. Jetzt das Töchterlein wieder wegschicken. Denn das  letztere gelingt nur selten. Junge Herren heiraten kaum ein Mädchen aus einer niedrigeren bürgerlichen Schicht. So etwas würde die Familie des jungen Herrn niemals akzeptieren.

Die Damen versuchen es weiter… versuchen, versuchen und irgendwann heiraten sie dann einen Kollegen aus dem Büro oder einen jungen Mann aus dem Freundeskreis ihrer Freundinnen. Und wenn sie den Zeitpunkt verpassen, dann wird es schwierig. Thailändische Männer heiraten meist nur sehr junge Mädchen. Die Sitzengebliebene schaut einer düsteren Zukunft entgegen, bleibt nicht selten ledig oder erhört das Werben ihres ältlichen Chefs. Oder ein Farang, dem der Isaan zu ländlich erscheint, nimmt sich ihrer an. Aber Vorsicht: für viele Familien der Mittelschicht gilt ein Farang in der Familie als Schande.

Gebildete Frauen und Managerinnen

Und was ist mit den gebildeten Damen oder Managerinnen? Ja es gibt erstaunlich viele, obwohl Thailand an sich eine ziemlich männlich geprägte Gesellschaft ist. Solche Damen stammen überwiegend aus der oberen und obersten Gesellschaftsschicht und dort heiraten sie auch.

Falls das nicht gelingt oder eine aus der mittleren Schicht „es geschafft hat“, kann sie durchaus auch als Partnerin für einen Farang in Frage kommen; einen meist ähnlich „gestrickten“. Und wie sieht es bei diesen Damen mit dem Care-Prinzip aus? Nur so viel, das Care-Prinzip ist bei dieser weiblichen Gattung nicht aufgehoben, obwohl sie eigentlich finanziell auf eigenen Füssen stehen; es sieht nur anders aus. Und wie? Das verrate ich hier aus schierer Bosheit nicht…

Die Farmgirls

Ein Mädchen vom LandFarmgirls, die meisten stammen aus Nordost-Thailand, dem Isaan. Ein endloser Pool von Heiratskandidatinnen aus dem die meistens Farangs schöpfen. Und insbesondere die deutschsprachigen sind von der Natur im Issan so begeistert, dass sie in das Dorf ziehen, dort ein Häusle bauen und die Familie der Dame groszügig versorgen. Manche importieren sie auch in ihre kalte Heimat.

So, jetzt zu den Töchtern der Reisfarmer: hübsch, zierlich schlang, anders als viele der mit Junkfood gemästeten Stadtmädchen. Das fällt natürlich auch den Knaben im Dorf auf, und schwups das Mädchen ist mit 16 schwanger. Abreibung ist in Thailand verboten, die Pille kaum erhältlich. Die Schule, wenn nicht nach sechs Klassen bereits beendet, brechen die Mädchen ab; der jugendliche Vater unbekannt verzogen. Das Kind versorgt die Familie.

Die schmachvolle Tochter arbeitet hart auf dem Reisfeld, genauso wie die Mädchen an denen der Kelch des Balgs vorbeigegangen ist. Und dann kommt die Freundin aus der Großstadt, zeigt die neue Handtasche. Ist das Mädchen hübsch, folgt sie der Freundin. Ist sie weniger hübsch, geht sie vielleicht auch und schuftet dann für einen Mindestlohn von 8.50 EUR pro Tag auf einer staubigen Baustelle oder bei etwas Glück für nur geringfügig mehr in einer Shopping-Mall oder in einem 7/11 Laden.

Die Nachtfalter

Mädchen im NachtlebenFolgen wir kurz dem hübschen Mädchen und der Handtaschenfreundin. Wo diese Mädchen ihr Geld verdienen, und das kann sehr viel Geld sein, mehr als ein Arzt im Krankenhaus erhält, ist nicht schwer zu erraten (Anmerkung: den überwiegenden Teil der Einnahmen schicken die Mädchen heim zu ihren Familien und Eltern, die auch das Kind versorgen). Und was fühlen diese Mädchen in einem konservativen Land wie Thailand? Moralisch korrekte Zeitgenossen bitte nicht weiterlesen, denn es ist, was eigentlich nicht sein darf. Diese Mädchen schämen sich zwar vor der eigenen Familie und den Nachbarn im Dorf, aber sie fühlen sich auch frei, selbständig und ihren verbliebenen Freundinnen im Dorf überlegen.

Ja, es gibt auch schlimme Dinge, traurige Schicksale. Aber das Geld macht zunächst frei, und das Mädchen folgt eigentlich dem anerzogenen „Care-Prinzip“: der Mann sorgt für mich materiell, ich sorge für ihn sexuell, genauso wie in einer Beziehung. Statt einer Langzeitbeziehung ist es zwar nur eine Kurzzeitbeziehung, ein wesentlicher Unterschied besteht nicht.

Das mag der Grund sein, warum westliche Männer, wenn sie solchen Mädchen ihr Zimmer zeigen, nie das Gefühl haben mit einer Prostituierten zusammen zu sein. Und die Mädchen fühlen sich auch nicht wie eine Prostituierte, denn sie gehen im Nachtleben einem normalen Beruf nach: Bedienung, Barmädchen, Massage, Gogo-Tänzerin usw. „Schlimm, schlimm, eine typisch männliche Sicht hat dieser Steve, schreibt sich nur seine verkommene Welt schön“.

Die „good Girls“

Thai-Farang CoupleDamit kein Missverständnis entsteht, auch die meisten Verkäuferinnen in Bangkok, die Zimmermädchen in den großen Hotels, Mädchen in Beauty-Shops, Bedienungen und viele Büroangestellte kommen meistens aus dem Isaan; einem Dorf oder Stadt. Oder sie entstammen aus der unteren Mittelschicht Bangkoks. Wer in Bangkok weilt, wird in seinem gängigen Leben nur selten eine Frau treffen, die originär aus Bangkok abstammt. Ein großer Teil der Bangkoker Bevölkerung ist erst in den letzen Jahrzehnten nach Bangkok eingewandert, manche bilden sogar eigene Communities in der Stadt. Viele haben noch starke Wurzeln in den ländlichen Gebieten. Der Aufstieg in höhere Gesellschaftsschichten ist schwierig.

Intermezzo: die jungen Männer

Zurück zu den jungen Männern. In manchen Parks können wir beobachten, wie er schüchtern die Schulter der Freundin berührt, im Geheimen auch weitaus mehr. Das sind eher die Ausnahmen. Eine offizielle Freundin zu haben, bedeutet, sie den Eltern als künftige Ehefrau vorzustellen, beiden Seiten. Der abgehaltene Familienrat senkt dann meistens den Daumen. Gründe: Uni, Ausbildung und vieles mehr.

Und was macht der mit Hormonen vollgepumpte junge Mann? Natürlich das Gleiche, was er im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch bei uns getan hat. Er geht ins Bordell, und diese Angewohnheit behält er sein ganzes Leben bei. Solche Vergnügungen bleiben ein fester Bestandteil des männlichen Sanuks, dem thailändischen Lebensprinzips.

Intermezzo: gefallene Engel, broken Heart

So jetzt wieder zu den bürgerlichen Mädchen und den „braven“ Landmädchen, den „good Ladies“, wie sie sich selbst bezeichnen. Dem Heirat-Versorgungsprinzip folgend arbeiten sie hart daran, ihren anerzogenen Lebenstraum zu verwirklichen. Der junge Mann macht ihr schöne Augen, lädt sie schick zum Essen ein. Was folgt ist die natürliche Entwicklung wie seit hunderten von Jahren: Hotel; einmal, zweimal, dreimal und weg ist er. Gebrochenes Herz, broken heart, ein gefallener Engel.

Das Mädchen schwört Rache: niemals mehr „free Sex“ ohne „to care“, jeder Mann, der künftig nur meine Hand berührt, muss zahlen, und sei es ein Beitrag zur Weiterbildung, für ein neues Kleid oder Schuhe. Es ist eigentlich keine Rache, sondern das Ergebnis einer realistischen weiblichen Lebenskenntnis: der Mann will Sex ohne Verantwortung und CARE, die thailändische Frau will versorgt sein.

Manche dieser Mädchen merken dann sehr schnell, wie praktisch und finanziell lohnend es ist, eine professionelle Freundin zu sein. Aus diesem Pool rekrutieren sich dann die zahlreiche „Mia Nois“ für die Herren der Mittel- und Oberschicht (hier nur bürgerlichen Mädchen, eine Mia Noi vom Lande dürfte äußerst selten sein), die „Auf-Zeit-Freundinnen“ der erfahrenen Expats und natürlich die „Gold-Diggers“, auf die weniger erfahrene Expats oder Touristen hereinfallen. Hinweis: viele „Gold-Diggers“ tummeln sich auf den Dating-Websites. Ein Artikel, „wie in Thailand eine Frau kennen zu lernen“ erscheint in Kürze.

Der Traum thailändischer Frauen

Alle, sowohl die „Tagmädchen“ als auch die „Nachtmädchen“ träumen von einer Familie, einem anderen, besseren Leben. Und wenn das nicht im eigenen Kulturkreis klappt, dann kommt ihnen manchmal ein Expat oder der ältliche Farang auf seiner Urlaubs-Vergnügungs-Reise gerade recht.

„Ha ha, sind mit dem alten Knacker nur des Geldes wegen zusammen oder suchen einen Vaterersatz“. Kling doch plausibel, oder? Ist es aber nicht. Im Vordergrund stehen bei ihnen die thailändischen Werte „Care“ und „Familie“. Und natürlich schauen sie dem blonden schwedischen Jüngling hinterher. Werden aber mit ihm keine Beziehung eingehen, wenn er nicht die obigen „Werte“ sicherstellt. Wozu er meist nicht bereit sein dürfte im Gegensatz zu dem bereits ergrauten Jünglingen.

Das asiatische Senioritäts-Prinzip

Und was ist mit den thailändischen Mitbewerbern. Die kennen diese Frauen sehr genau: ständig Sanuk mit Freunden, andere Frauen… Dann doch eher den freundlichen ältlichen Farang. „Na so etwas würde doch eine junge europäische Frau niemals machen, sich mit einem wesentlich älteren Mann einlassen“. Natürlich nicht, außer er wäre vermögend oder ein Promi; ein besonderer Hecht eben.

alter Mann Thailand
foto by Olivier Simard

Auch in Thailand mit dem notorischen „Schönheitswahn“ wird in der Werbung alles auf die Jugend ausgerichtet. Dennoch werden hier die Menschen seit Jahrhunderten zur Erfurcht zu den Älteren erzogen. Das ist keine bloße Höflichkeitsgeste. In ganz Asien, insbesondere in der chinesischen und japanischen Kultur, gilt das Senioritäts-Prinzip. Dies bedeutet, dass einer älteren Person eine besondere Bedeutung allein wegen ihres Alters zukommt. Dieses Prinzip wirkt sich natürlich auch auf die Beziehungen zwischen jüngeren Frauen und älteren Männern aus, und das positiv.

No money, no honey

Bis das Geld uns scheidet

Vom weiblichen „Lebens-Realismus“ bleiben auch Farangs nicht verschont, die lediglich eine Freundin haben möchten (also keine Ehefrau). Die Vorstellung, in Thailand eine Beziehung nach westlichen Maßstäben zu führen, d.h. eine Freundin mehr oder weniger „kostenlos“ zu haben, ist naiv. Genauso wie die Aussage: „Ich habe noch nie für Sex bezahlt“. Ein männliches Exemplar, dem das in Thailand gelingen sollte (ohne materielle Zuwendung irgendeiner Art), ist äußerst selten; vielleicht als eine Art Gigolo für Damen aus der obersten Gesellschaftsschicht.

Sick Buffalo

Old Thailandhands kennen natürlich all die Geschichten über kranke Wasserbüffel oder verunfallte Mütter. Welcher Farang bringt es übers Herz, nachdem er mit seiner Herzdame einige „kostenlose“ Tage und insbesondere Nächte verbracht hat, einen monetären Zuschuss zu verweigern? Oder mit anderen Worten, die Rechnung kommt immer zum Schluss; ein ehernes Gesetz in Thailand mit einigen raren Ausnahmen.

Das Prinzip Hoffnung

Auch viele thailändische Frauen wissen natürlich, dass westliche Beziehungen anders ablaufen und sie wissen auch, dass sie von unerfahrenen Farangs als materialistisch angesehen werden. „Dann werde ich doch nicht meinen neuen Freund und potentiellen Familiengründer enttäuschen, vielleicht klappt es diesmal“. Und was denkt der überraschte Freund: „alles Unsinn, was in den Foren geschriebenen wird, es gibt auch anständige Mädchen, denen lediglich die Beziehung und nicht das Geld wichtig ist. Und wenn sich die Hoffnung der Dame in absehbarer Zeit nicht erfüllt? Dann gibt es in den Foren einen neuen Jammernden mehr.

„Ja, wenn die Frauen so dumm sind, dann werde ich meiner doch einreden, dass ich beabsichtige sie später zu heiraten und wenn sie irgendwann Stress macht, dann tschüss und die nächste ist dran.“ Meine Herren, können Sie bei einer solchen Verhaltensweise die eigene Fratze im Spiegel ertragen? Wenn ja, dann laufen sie dennoch Gefahr, dass Sie vom schlechten Karma oder den Brüdern der Dame bestraft werden, und das kann heftig ausfällen. Solche Fälle kommen immer wieder vor.

Anpassen und genießen

Ja, meine Herren, liebe Frischlinge in Thailand, das ist hart, ein Schlag für das Ego. Die gute, brave, bürgerliche Freundin verhält sich eigentlich so wie die Mädchen aus der Soi Cowboy und kommt Sie letztendlich viel teurer zu stehen. Nein, nein „my girl is different, she loves me“. Bitte diesen Satz niemals laut sagen, er ist bereits geflügelt.

Aber machen Sie Ihrer hübschen Freundin keine Vorwürfe, seien Sie nicht enttäuscht. Die Freundin verhält sich nur entsprechend ihrem eigenen Kulturkreis und kann ja nichts dafür, dass es im Westen teilweise anders abläuft (bitte keine ironischen Bemerkungen zu den Mädchen in Europa; aus korrekt-feministischer Sicht ist es dort eben anders, basta).

Lamentieren Sie deshalb nicht über ihre bürgerliche Freundin oder ein good Girl aus dem ISAAN, die mit Ihnen am liebsten durch elegante Shopping-Malls flaniert oder Sie um einen „Kredit“ für das Lasern ihrer Augen bittet, weil eine Brille als unschick gilt. Machen Sie es wie die thailändischen Mitbewerber, verwöhnen Sie den Schatz mit teuren Geschenken, gehen Sie mit ihr in gute Restaurants und wählen in einem lebhaften Badeort mindestens ein 4-Sternehotel, statt einer Holzhütte auf einer einsamen Andamaneninsel. Dann wendet Ihr Tirak das „Care-Prinzip“ auf Sie an und Sie werden sich wie im siebenten Himmel fühlen oder auch nicht.

Jammern Sie nicht in den Foren über Barmädchen herum, die Sie nur ausnehmen wollen, obwohl Sie mit Ihren ritterlichen Gefühlen das Mädchen aus dem Nachtgewerbe erlösen wollen. Beauftragen Sie keine Detektive, die dem Mädchen hinterher schnüffeln, ob sie brav zu Hause sitzt und dankbar das von Ihnen monatlich überwiesene Geld sparsam verwaltet. Solche Erlöser werden spöttisch als Weiße Ritter bezeichnet. Versuchen Sie nicht das Leben der Dame aus der Ferne zu bestimmen und zu kontrollieren. Freuen Sie sich einfach auf den nächsten Urlaub, den sie mit ihrem Bar-Schatz auf Phuket oder Ko Samui verbringen werden, und in Zukunft vielleicht sogar noch viel mehr.

Erfahrene Farangs, welche die kulturellen Besonderheiten beim Umgang mit den lokalen Damen kennen und sich anpassen, werden in diesem Land sinnliche Genüsse (kulinarische und erotische) genießen wie kaum anderswo auf der Welt. Und diese Sorte von Genießern kennt auch das jahrhundertealte hedonistische Prinzip „pay and play“.

Das Care-Prinzip und die westliche Brille 

„Schlimm, schlimm diese thailändischen Damen, denken materiell, wollen uns Männer nur ausnehmen“… „das stimmt so nicht, es gibt viele, die auch an einer ernsthaften Beziehung interessiert sind, eine harmonische Ehe mit ihrem lieben Farang führen wollen, dass Geld interessiert sie nicht besonders“.

Was ist von diesen Aussage zu halten? Beide sind richtig, beide sind falsch. Was nun, das ist doch unlogisch, die zwei einleitenden Sätze können doch nicht gleichzeitig richtig und falsch sein. Doch das können sie. Wir betrachten das Verhalten von anderen Menschen oft mit einer westlichen Brille, übertragen unsere Logik und Werte auf einen anderen Kulturkreis mit anderen Werten und einer anderen Logik. Zu diesem Thema bitte den Artikel „Über das Denken der Thais und unsere westliche Brille“ lesen.

ATMs in BangkokAn dieser Stelle nur soviel. Auch einem nicht kundigen Mann sollte klar sein, dass fast jede thailändische Frau in erster Linie für ihre Familie sorgen wird. Das ist ein kulturelles MUSS. Durch die Beziehung mit einem Farang steigt ihr gesellschaftlicher Status nicht besonders, eher umgekehrt. Löst sich eine Frau aus dem eigenen Familienverband, wie auch immer, gefährdet sie ihre Existenz. Ein soziales Netzt wie bei uns gibt es in Thailand nicht. Und wie Jobs für Frauen aussehen, die keine besondere Ausbildung haben, kann sich jeder nach den ersten drei Tagen in diesem Land selbst ausmalen. So meine Herren, jetzt versetzen Sie sich in die Lage der Dame, die Ihnen so böse mitgespielt hat. Wie würden Sie sich an ihrer Stelle verhalten?

Fazit

Wie individuell auch thailändische Frauen sein mögen, den gemeinsamen Nenner bildet ein kulturell gewachsenes Wertekonzept, das anders ausgelegt ist als das westliche. Wer einzelne Phänomene aus dem Zusammenhang reist oder das Zusammenwirken nicht begreift, der wird kaum in der Lagen sein, eine interkulturell harmonisches Partnerschaft zu führen, im schlimmsten Fall bestraft ihn das Leben.

Nachtrag Nr. 1

Wenn sie schon mit ihrer Auserwählten essen gehen, vergessen Sie niemals, dass an Straßenküchen nur Farangs und ganz arme Thais speisen. Am sichersten ist es, ein Restaurant in einer Shopping-Mall zu wählen. Und laden Sie hierzu auch ihre Freundinnen ein.

Nachtrag Nr. 2

Vergessen Sie niemals das Prinzip, das in ganz Asien gilt: No money, no honey. Das gilt selbstverständlich auch für alle Farangs. Wer seiner Rolle als Versorger etwa durch ein unvorhergesehenes Missgeschick nicht nachkommen kann, wird in den meisten Fällen keine christliche Nächstenliebe erfahren….hunderte Beispiele in den Foren, muss nicht gleich so tragische enden, wie bei einigen Herren, die auf ihre alten Tage noch Fliegen lernen wollten.

Bitte scheiben Sie jetzt keine bösen Kommentare, ich weiß, Ihre thailändische Ehefrau oder Freundin ist „different“ und Sie haben das schon anders erlebt oder von einem Freund anders gehört… Ich wünschen Ihnen von Herzen, dass Sie zu den Ausnahmen gehören, welche die Regel bestätigen. Und ich weiß auch, dass nicht sein darf, was nicht sein soll.

Nachtrag Nr. 3

Und den bitte sehr ernst nehmen. Es gibt zahlreiche tragische Fälle zu beklagen. Wer sich von einer thailändischen Dame trennen möchte, sollte beachten, dass dies zu einem Gesichtsverlust bei ihr (vor Freunden, Familie) oder bei ihren Eltern führen kann. Entweder mit einer monetären Zuwendung das „Gesicht“ wieder herstellen oder bei einer Nacht- und Nebelaktion das Land für eine Weile verlassen.

7 Kommentare

  1. Ein nicht gerade sehr schmeichelhafter Bericht über die thailändischen Frauen. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen und Zwischentöne. Manche Beziehungen können durchaus auch nach westlichen Maßstäben gut ausfallen. Aber im großen ganzen dürfte das „Care-Prinzip“ auf die beschriebene Weise im realen Leben so funktionieren.

  2. Du schreibst meist sehr gute Beiträge (mit aus meiner Sicht kleinen Fehlern) aber meine Frage, hast Du noch nicht bemerkt, dass TH ein Matriachard ist, und dies seit einigen hundert Jahren, zwar auf eine, für uns Westler, komplizierte Art und Weise. (Im Clan ist die älteste Frau das Oberhaupt, wie auch bei den Chinesen)?

  3. ja, kulturgeschichtlich sicherlich richtig, aber in dem Beitrag ging es hauptsächlich um das praktische Alltagsverhalten, so wie es die Ausländer in Thailand kennen lernen.

    • Nein, in dem Beitrag erklärst du uns die kulturelle Vielfschichtigkeit der thailändischen Frau (als ob es DIE Frau gäb). Und nicht das, was wir erleben.

      • bitte lese den Artikel nochmals, ich erkläre die gesellschaftliche Werte, die das Verhalten mitbestimmen und nicht die thailändischen Frauen, und wie dies Einzelne empfinden, kann ich ja schlecht beschreiben…

  4. Thais haben leider das Problem mit der Sprache, Englisch wird ihnen kaum beigebracht. Hier sind andere Länder in Asien deutlich weiter. Kommunikation ist ohne Thailändisch also schwer.
    Der zweite Punkt ist, dass Thailand zu viele „fertige“ Farangs hat und die Frauen sehen Farangs meist als Sextouristen oder Walking ATMs. Ist in anderen Ländern ebenfalls besser.
    Thailand ist schön, aber für Frauen nicht ideal.

  5. Ehm. Diesen Artikel, meiner Freundin geteilt.
    Als Antwort bekam ich drei kurze Sätze. Der letzte war : good Bye!
    Nicht alle Frauen sind so.

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